StartSPD-Fraktion bezieht Stellung zur Grundschulsituation

SPD-Fraktion bezieht Stellung zur Grundschulsituation

01. August 2006

Wichtige Grundsatzfragen müssen noch geklärt werden - Kein Schnellschuß vor der Kommunalwahl !

Die Frage, wie unsere Grundschulen künftig am sinnvollsten organisiert sein sollten, ist zu wichtig, um sie für politische Stimmungsmache im Rahmen der anstehenden Kommunalwahl zu missbrauchen!

SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Tippelt bezog in der letzten Ratssitzung im Gasthaus Bauer klar Stellung zu dem vorliegenden Antrag der UWG.
Diese hatte beantragt, unverzüglich die Landesschulbehörde aufzufordern, die Ausschreibung der RektorInnen-Stelle für die Delligser Grundschule umgehend vorzunehmen, um den Bestand der Grundschulen in Delligsen und Grünenplan sicherzustellen.

Sabine Tippelt entgegnete, dass es darum gehe, ob künftig zwei selbständige Grundschulen erhalten bleiben können, oder ob eine Grundschule mit einer Schulleitung unter Beibehaltung der beiden Schulstandorte in Delligsen und Grünenplan eine mögliche Antwort auf die sich rückläufig entwickelnden Schülerzahlen sei.
Sie erklärte weiter, dass es noch eine Reihe offener Fragen gebe, die zunächst von der Landesschulbehörde beantwortet werden müssen.

Es ist zu klären ...

..... wie eine für die GS Grünenplan zu erwartende Einzügigkeit sich im Ergebnis auswirkt. Welche Auswirkungen hat die Einzügigkeit auf das schulische Angebot und die Lehrerversorgung für die Kinder aus Grünenplan und Hohenbüchen?

.....wie groß die einzelnen Klassen bei einer einzügigen Grundschule in Grünenplan und einer zwei- bis maximal dreizügigen Grundschule in Delligsen werden?

Bietet eine Grundschule unter Beibehaltung der Schulstandorte in Delligsen und in Grünenplan evtl. die Möglichkeit, die Schuleinzugsbereiche aufzulösen und können dann die Eltern frei entscheiden, ob ihr Kind in Delligsen oder in Grünenplan zur Schule geht?

Die SPD-Fraktion hält es für erforderlich, dass zunächst Antworten der Landesschulbehörde erfolgen müssen. Sobald diese Antworten vorliegen, wird sich der Rat mit dieser Problematik eingehend befassen. Diese Fragen sind aber zu wichtig, um sie „über das Knie“ zu brechen. Sabine Tippelt: „Wir sollten nicht durch einen Schnellschuß noch kurz vor Ende der Wahlperiode eine voreilige Entscheidung treffen, die sich langfristig auswirken wird. Angesichts der Bedeutung dieser noch offenen Fragen müssen wir uns im Interesse der Schülerinnen und Schüler und unserer Schulen die Zeit nehmen, die Antworten besonders gründlich zu diskutieren.“

Die SPD-Fraktion sagt ganz klar:
In der Sache ist von der Landesschulbehörde noch keine Entscheidung getroffen worden.
Die vorübergehende Wahrnehmung der Schulleiterfunktion durch Herrn Rektor Allruth stellt keine Vorentscheidung dar und mit dieser Entscheidung der Landesschulbehörde werden auch keine Tatsachen vorbereitet.
Die Gremien des Rates – vom Schulausschuss bis zum Gemeinderat – werden sich noch mit dieser wichtigen Thematik zu beschäftigen haben.
Das Ergebnis dieser Beratungen ist offen. Alle anderslautenden Mutmaßungen, sowie insbesondere die von den Herren Nobel und Baum in der Alfelder Zeitung zu lesen waren – entbehren jeglicher Grundlage.
Sie sind schlichtweg falsch!

Die Schüler aus Kaierde werden nicht – wie von Herrn Nobel geäußert – als „Manovriermasse“ benutzt, um den Erhalt der GS Grünenplan zu sichern. Das ist absurd.
Die Geburtenzahlen der letzten Jahre widerlegen die Ansicht von Herrn Nobel.

Durch die von der Landesschulbehörde getroffene Übergangslösung ist sichergestellt, dass der Schulbetrieb in beiden Schulen zum neuen Schuljahresbeginn nach den Sommerferien ohne jegliche Beeinträchtigung fortgesetzt werden kann.


Der Rat beschloss am 11.Juli 2006, die Angelegenheit in den Fachaussschüssen zu behandeln.



 

 

 
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